Die schöne Problemferse

Instagram macht Spaß. Vor allem, weil ich unmittelbar Resonanz bekomme: kleine Herzen bei Gefallen eines Bildes, schnelle Kommentare zum Text, bunte emojis als Ausdruck von Gefühl. Und doch gibt es (seltene) Situationen, in denen ich mehr Platz brauche. Heute zum Beispiel.

Danke für Eure Tipps, Komplimente und Ideen zu meinen Socken. Nur bin ich leider immer noch ratlos ….

Die Idee war, eine Socke zu stricken mit buntem Fuß und einfarbigem Schaft. Form follows function: um das Bunte wirken zu lassen sollte die Ferse schlicht, der Fuß glatt rechts gestrickt und durch nichts unterbrochen sein. Den Übergang zum Schaft habe ich mir als Diagonale vorgestellt, die (ähnlich einer Boomerang-Fersen-Naht) die Ferse “halbiert,” wenn auch über den kompletten Fuß (die gelbe Linie im Bild). Das hat geklappt, auch wenn man das im Bild nicht richtig sieht, weil sich das Türkise auf dem Spann rollt.

Letztlich war dann aber die Fersenrückwand zu weit (roter Pfeil im Bild) und der Monk in mir hat brüllend gefordert alles und sofort zu ribbeln. Das habe ich gestern Nacht getan …. Nicht ohne vorher noch Bilder zu machen und die heute morgen auf Instagram zu teilen.

Damit bin ich (in jeder Hinsicht) wieder am Anfang. Und es läßt mir keine Ruhe.

Gestrickt habe ich einen ungefähr 17 cm langen Fußteil und dann bei den “Sohlenmaschen” (Nadeln 3 und 4 vom Nadelspiel) alle zwei Reihen jeweils 2 Maschen (eine am Anfang von Nadel 3, die andere am Ende von Nadel 4) zugenommen. So lange, bis aus den ursprünglichen 32 Maschen 56 geworden waren. Nadel 1 und 2 blieben davon unberührt, das waren immer noch 32.

Dann habe ich das Garn gewechselt (nicht mehr bunt, sondern türkis) und (für die Fersenwand) short-rows gestrickt. Ganz unten an der Ferse waren es 7 Maschen, dann – von Reihe zu Reihe – jeweils zwei Maschen mehr. Und das ist, wie gesagt, viel zu weit.

Jetzt kann ich entweder die gleiche Socke mit 60 Maschen versuchen (statt 64) oder die short-row Maschen reduzieren, indem in der untersten Reihe vielleicht nur 2 sind (anstelle der beschriebenen 7). Oder Beides. Anders geht es nicht, sonst verliere ich die Diagonale.

Oder ich vergesse das mit der Diagonalen und stricke eine andere Ferse. Aber welche könnte das sein? Wenn überhaupt, dann Afterthought und die Ferse in türkis, denn alle anderen würden die Musterstreifen unterbrechen. Oder gibt es noch was anderes?

Ihr seht – kreative Unterstützung ist dringend nötig gerade … Würdet Ihr noch mal bitte? Danke! 💙

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Alex

Hier wird eine aus meiner Sicht sehr ähnliche Ferse beschrieben:

Papiliorama

Ist denn der Umfang Mittelfuß und der Umfang Fußgelenk identisch? Wenn nicht, könnte es helfen, nach der Ferse Maschen abzunehmen.

Wenn ja, würde ich probieren, das Käppchen kleiner zu stricken – ich meine: statt 32M 40 M stilllegen, die restlichen 24M als Käppchen also 8-8-8 (8 Abnahmen, 8 dazwischen, 8 Abnahmen).
Ist das verständlich? Dann würde das Käppchen kleiner werden und die Diagonale würde flacher liegen. Keine Ahnung, ob das jemand versteht 🙂

Liebe Grüße
Julia

Julia

Ich stricke übrigens immer die Fish Lips Kiss Heel. Ich weiß, entweder ist man Fan oder findet sie schrecklich… Ich mag sie sehr gern.

Rebekka

Die Afterthougt Heel und eine evtl Diagonale mit Intarsientechnik einarbeiten? Die würde dann gge kurz vor der Heel anfangen.

Liebe Grüße
Rebekka

Eeva / Oh, wie nordisch!

Hmmm… ich sehe das Problem, jedoch noch keine Lösung… Wie wäre es denn, wenn du hier die Bumerang-Ferse strickst? Das mit dem Farbwechsel in der Diagonalen finde ich gut, da würde ich dran festhalten wollen. Letzendlich ist die Bumerang ja auch von der Konstruktion wie die Afterthought, wird bloss gleich mitgestrickt.

Und bei der Bumerang werden keine Maschen zugenommen, das könnte ja das Problem minimieren?